Psychosoziale Nachsorge für Familien mit an Krebs erkrankten Kindern

Kona-Headbild

Unterstütztes Wohnen für junge Menschen nach einer Krebserkrankung im Kindesalter

in der Küche

Im März 2015 wurde die Wohngemeinschaft „Unterstütztes Wohnen für junge Menschen nach einer Krebserkrankung“ in Schwabing eröffnet.

In der langjährigen Arbeit von KONA wurde deutlich, dass es gerade für junge Erwachsene, die aufgrund der Erkrankung an neurokognitiven Spätfolgen leiden, oft sehr schwierig ist den Weg in die Selbständigkeit ohne Unterstützung zu finden.

Dies betrifft vor allem auch den Bereich Beruf und Wohnen.
In Kooperation mit der Inneren Mission hat KONA daher das Konzept für das Unterstützte Wohnen in der Wohngemeinschaft entwickelt. Das Ziel ist es, die jungen Erwachsenen auf das Leben in einer eigenen Wohnung vorzubereiten, in der sie, mit so viel wie nötig und so wenig wie möglich, Betreuung von außen langfristig leben können.

Nähere Informationen über das Leben in der Wohngemeinschaft können Sie im folgenden Bericht von der Betreuerin der Inneren Mission und den derzeitigen zwei Bewohnern nachlesen.

Beim Essen

Junge Erwachsene auf dem Weg zur Selbständigkeit

KONA – Unterstütztes Wohnen für ehemalige Krebspatienten mit neuro-kognitiven Beeinträchtigungen

Mitte März 2015 war es soweit – junge Erwachsene, ehemalige Krebspatienten konnten im lebendigen Schwabing in eine neue Wohnung in ruhiger Lage einziehen, die von der Elterninitiative gemietet und gerade umfassend renoviert worden war. Mit 130 qm verfügt die Wohnung über 4 Zimmer für die Bewohner, eine neue Küche, ein komplett neues Bad und WC und über einen großen Gemeinschaftsraum. Und es gibt ein kleines Büro für die Begleiter, die die Bewohner beim Ankommen in ihrem neuen Zuhause intensiv unterstützen. Die Begleiter kommen von der Inneren Mission und bringen viel Erfahrung in der Betreuung von Wohngemeinschaften mit. Insgesamt können vier Bewohner in der Wohngemeinschaft leben.
Die Bewohner zogen direkt vom Elternhaus in die Wohngemeinschaft ein. Um diesen großen Schritt nicht ganz alleine und ohne Unterstützung bewerkstelligen zu müssen, unterstützen drei Begleiter die Bewohner auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben. Nach ihrer Krebserkrankung leiden die Bewohner unter verschiedenen Spätfolgen, die sie in ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung beeinträchtigen. Die meisten kämpfen mit Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, Schwierigkeiten in der Planung und Ausführung von Handlungen, im Entwickeln und Umsetzen von Problemlösestrategien und zeigen eine weniger oder mehr reduzierte Belastbarkeit. Neben neurologischen Schwierigkeiten werden auch z.B. die Ablösung aus dem Elternhaus, die sozialen Beziehungen und das Berufsleben thematisiert. Mit Unterstützung der Begleiter werden die Fähigkeiten der Bewohner gefördert und gestärkt und bei Defiziten wird gemeinsam nach geeigneten Kompensationsstrategien gesucht. Unter der Woche gibt es für die Bewohner eine Struktur mit festem Wochenprogram mit Gesprächs- und Kochgruppen, diversen Freizeit-und Kreativangeboten sowie Einzelgesprächen und individuellen Förderungen. Einige Angebote sind Pflicht, andere freiwillig.

Inzwischen existiert die Wohngemeinschaft seit 3 ½ Monaten, die Bewohner fühlen sich sehr wohl:

„Das WG-Leben gefällt mir gut! Hier habe ich die Möglichkeit viele Dinge gemeinsam mit meinen Mitbewohnern zu machen, aber auch für mich alleine sein zu können.“

„Ich fühle mich sehr wohl hier und es ist gut, aus der Obhut der Mutter rauszukommen. Ich mag mir meine eigenen Ziele stecken und versuche sie so gut wie möglich für mich umzusetzen.“

Zwei Zimmer mitten in Schwabing sind noch zu vergeben für junge Erwachsene, die in ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben gehen wollen!

Esther Kirn und zwei Bewohner im Juli 2015

Interesse?

Bei Interesse und für weitere Informationen bitte bei KONA melden.
Ansprechpartnerin ist Frau Waibel, Tel. 089/30760956.

Einen weiteren Bericht über die Entstehung des Unterstützten Wohnens finden Sie
hier im PDF.

 

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